Druckarten – Siebdruck, Digitaldruck, Reflexdruck und Sublimation

Grundsätzlich unterscheiden wir beim Druck nicht nach Druckarten, sondern nach dem Endergebnis. Dazu bedarf es zwei Fragen – vollgrafisch oder nur Text und farbig oder schwarz? Je nach der Antwort darauf bieten sich verschiedene Druckmethoden an.

In der Regel müssen Sie sich über die genutzte Methode keine Gedanken machen. In unserem Auftragsformular wählen Sie nach Art des Designs (bspw. einfarbig oder vollfarbig), nicht nach der Druckmethode – wir kümmern uns um den Rest. Sollten Sie aber eine spezifische Druckmethode wünschen, so schreiben Sie uns dies bitte bei Bestellung in das Kommentarfeld oder kontaktieren Sie uns.

Einfacher Textdruck

Für den regulären Textdruck bieten sich mehrere Methoden an, je nachdem, ob ein schwarzer Text, farbiger Text oder ein reflektierender Text gedruckt werden soll:

Sublimationsdruck

Bei rein schwarzem Text kommt der Druck per Sublimations zum Einsatz, dabei wird die Tinte gasförmig ins Gewebe gebracht und färbt dabei die Faser um, sodass die Farbe untrenntbar mit dem Gewebe verbunden wird – extrem haltbar.

Einfarbiger DTF-Druck

Beim Digitaldruck werden die Textilien mit einer hochwertigen Tinte bedruckt, sodass quasi alle Farben möglich sind. Die Tinte ist speziell für Textilien entwickelt und hält auch viele Waschgänge problemlos aus. Wir nutzen diese Druckart für alle farbigen Drucks.

Reflex-Flexdruck nach ISO-Norm

Zusätzlich steht als Sonderfarbe der Reflexdruck bereit. Bei diesem wird eine spezielle Folie genutzt, die der von Leuchtstreifen ähnelt, entsprechend reflektieren derartige Drucke das Licht. Der Reflex-Flexdruck ist also gerade in sicherheitsrelevanten Bereichen von großem Vorteil. Die genutzte Folie ist dabei ISO-zertifiziert und entspricht der selben Reflexklasse wie die aufgenähten Leuchtstreifen.

Einfarbiger Grafikdruck

Beim Grafikdruck kommt in der Regel ein Digitaldruck zum Einsatz, da dieser besonders flexibel genutzt werden kann, egal ob es sich um einen einfachen Text oder ein komplexes Design handelt.

Sublimationsdruck

Beim Sublimationsdruck wird die Tinte direkt mit dem Gewebe per gasförmiger Sublimation verbunden, das Textil also quasi umgefärbt. Der Druck ist daher nicht spürbar und untrennbar mit dem Gewebe verbunden, sodass die Haltbarkeit enorm hoch ist. Der Sublimationsdruck kann sowohl für Text als auch für grafische Elemente genutzt werden, da es ein Digitaldruck ist.

Der einzige Nachteil ist, dass sich die Sublimation vornehmlich für schwarze Motive eignet, Farben vermischen sich mit der Farbe des Gewebes und verändern sich entsprechend (bspw. entsteht aus einem blauen Druck auf gelben Westen ein grünes Logo). Die Ausnahme stellen weiße Textilien dar, diese können beliebig vollfarbig per Sublimation bedruckt werden.

Einfarbiger Siebdruck (ab 250 Stück)

Wenn es um größere Auflagen geht, so ist der einfarbige Siebdruck eine gute Wahl. Dieser kombiniert den Digitaldruck und einen klassischen Farbdruck, da Textilfarbe durch ein Sieb gepresst wird, welches zuvor mittels einer digital gedruckten Vorlage belichtet wurde. Da hierfür ein recht hoher Vorbereitungsaufwand notwendig ist, nutzen wir den Siebdruck vornehmlich ab 250 Textilien, soweit sich das Motiv dafür eignet.

Vollfarbiger Grafikdruck inkl. weißer Grundfarbe

Die Königsdisziplin stellt der vollfarbige Grafikdruck dar. Dieser benötigt in der Regel eine weiße Basis, die dann mit der jeweiligen Farbe überdruckt wird, soweit an der Stelle kein Weiß zu sehen seien soll – so lassen sich selbst komplexe Motive bis hin zu Fotos realisieren.

Vollfarbiger DTF-Druck

Der DTF-Druck vereint eine hohe Haltbarkeit mit einem vollfarbigen Digitaldruck. Dabei wird eine transparente Folie vollfarbig bedruckt, sodann mit einem Textilkleber versehen und anschließend verpresst – so sind selbst feine Schriften und Strukturen möglich, bei gegenüber vorherigen Methoden des Vollfarbdrucks sehr viel besserer Haltbarkeit und Farbtreue. Wir nutzen diese Methode daher standardmäßig bei allen Polyester-Artikeln bis ca. 250 Stück.

DTG-Digitaldruck (Baumwoll-Textilien)

Der Direktdruck ist gerade bei Baumwoll-Textilien ein sehr guter Weg, um vollfarbige und grafisch komplexe Motive zu drucken, aber natürlich geht auch eine farbige oder weiße Schrift problemlos. Dabei wird das Textil vorbehandelt und mit einer speziellen Textilfarbe direkt in einem großen Textildrucker bedruckt, anschließend über einen Trockenkanal getrocknet und nochmals gepresst, sodass das Motiv mit schönen Farben auf dem Textil landet. Wir bitten zu beachten, dass diese Druckmethode eine mittlere Haltbarkeit besitzt, daher sollte die Waschung bei 30°C auf links erfolgen.

Digitaler Siebdruck (ab 250 Stück)

Wenn es um Großauflagen von komplexen Motiven geht, so bietet sich eine Kombination aus Digitaldruck und Siebdruck an. Dabei wird eine weiße Basis per Siebdruck aufgebracht und digital bedruckt, das Ergebnis ist ein vollfarbiger, grafischer Druck, der gleichzeitig eine sehr gute Haltbarkeit und Haftung besitzt. Allerdings ist diese Methode recht aufwändig in der Vorbereitung, sodass sich diese erst ab ca. 250 Exemplaren lohnt.